Biometrisches Fitting

Zwischen der Anpassung der Golfschläger (Clubfitting) und dem Handicap bestehen enge reflektorische Zusammenhänge. Nicht nur in Deutschland buchen zahllose Golfer Unmengen an Pro-Stunden, in der Hoffnung auf ein konstanteres, weiteres und insgesamt besseres Golfspiel. Die Mehrzahl dieser Golfer wurde jedoch noch nie fachmännisch vermessen, die Golfschläger wurden nie richtig an die jeweiligen körperlichen Voraussetzungen angepasst.

Die Wichtigkeit dieser Anpassung ist allerdings bereits mehrfach in Studien belegt und wird von keinem Golflehrer in Frage gestellt. Doch weisen viele Golflehrer und Fachberater in Sachen Clubfitting noch grosse Wissenslücken auf oder sind aufgrund des Verkaufsdrucks nicht in der Lage, optimal anzupassen.

Welche Arten des Fittings gibt es?

Neben der Try-and-Error Methode gibt es auch eine klassische Art des Ausmessens. Allen gemein ist das Problem, dass der Golfer von sich aus perfekt stehen und sein Schwung schon sehr fehlerbefreit sein muss, ansonsten wird die Golfausrüstung an eine fehlerhafte Haltung bzw. einen falschen Schwung (vor allem beim sog. Lie-Fitting) angepasst.

Der Meilenstein: biometrisches Fitting

Bei diesem Body-Custom-Fitting, dem biometrischen Fitting, wurde ein neuer Weg eingeschlagen. Der Golfer liefert bei dieser Methode nur seine Körpermaße, welche mit einer Software mathematisch korrekt und physikalisch optimiert ausgewertet werden. Basis für die Berechnung sind Konstanten aus den besten Schwüngen dieser Welt und die biometrischen Daten von einigen hundert Personen. Berechnet wird nicht nur die ideale Schaftlänge für alle Golfschläger, sondern auch deren jeweiliger Lie-Winkel (ohne den eine Längenangabe faktisch ohne Wert wäre).

Setup=Impact

Damit die Körperwinkel im Setup und Impact weitgehend gehalten werden können und im Durchschwung Platz für Schulter, Arm und Schläger besteht, kann man die Aufgabe wie eine mathematische Formel ansehen. Eine komplexe Formel, aber berechenbar. Ideal ist, wenn die Gleichung Setup=Impact aufgeht.

Die Untersuchung im Vorfeld hat gezeigt, dass die meisten Golfschläger im Schaft zu lang sind und zusätzlich im Lie zu steil. Ist bereits eines davon der Fall, muss der Spieler diese Länge im Treffmoment kompensieren.

Die häufigsten Kompensationsmöglichkeiten:
- angezogene Ellbogen im Treffmoment
- Aufrichten des Oberkörpers (Setup kann nicht gehalten werden)
- Schulter oben herum oder zurück gehalten (statt unten durch)

Nachteile dadurch:
- Weite wird nur durch Kraft/Körpertempo erzeugt
- wenig Wiederholgenauigkeit
- wenig Präzision
- körperliche Beschwerden

Wichtigster Schritt wäre deshalb:
Passen Sie Ihre Ausrüstung an Ihre biometrischen Vorgaben an, gerade der Anfänger profitiert hier am meisten durch einen schnelleren und nachhaltigen Lernerfolg. Fortgeschrittene Spieler müssen nach der Korrektur der Ausrüstung den Schwung neu und konsequent justieren, was in der Regel jedoch sehr schnell erfolgt, da sich der Körper mit passenden Golfschlägern wohler fühlt..

Für das biometrische Fitting werden benötigt:
- Körpergrösse
- Handgelenk-Boden-Abstand
- Rumpflänge
- Rumpfneigung
sowie Daten zur Handgrösse

Die Rumpfneigung wird entsprechend dem Alter des Spielers und dessen Sportlichkeit seitens des Clubfitters vorgegeben oder per Videoanaylse ausgemessen. Das biometrische Fitting ist eine Entwicklung des deutschen Herstellers für Golfschläger Marken-Golf.


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